Flllet40 – Stephan Knecht
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Selbständige arbeiten mehr als alle andere!?

Selbständige arbeiten mehr als alle andere...

Wer kennt diesen Spruch nicht, Selbständig = selbst und ständig! Das bezieht sich häufig auch auf die Arbeitszeit. Doch wie ist es wirklich in der Realität? Dazu habe ich einen Selbsttest durchgeführt und ein Jahr die App von „Übertime“ getestet und verwendet. Ja, das durchzuhalten bzw. manchmal auch nachzutragen, war nicht immer leicht. Wie eben bei allen Aufgaben oder Projekten, die länger laufen sollen, lautet die Antwort: Disziplin.

Bereits nach wenigen Wochen wurden mir die ersten erstaunlichen Erkenntnisse bewusst. Ist das gemeinsame Mittagessen mit einem Freund/ Geschäftspartner nun Arbeitszeit oder nicht? Ich habe mich dafür entschieden, dass es keine „Arbeitszeit“ ist, sondern wie bei allen anderen Angestellten auch, eine Pause. Gegenüber meiner früheren Tätigkeit hatte ich nun keine unproduktive Fahrtzeit mehr, das Büro ist 500 Meter Luftlinie Fussweg vom Wohnort weg. Herrlich! Somit reduzierte sich meine erfasste Arbeitszeit auf reine effektive Tätigkeiten. Es gab in meinem Fall nur wenig angefallene Arbeitszeit für Reisetätigkeiten oder sonstiges.

Habe ich ein schlechtes Gewissen bekommen, weil draussen die Sonne lacht und der Spaziergang mit dem Hund im Stadtpark deshalb länger ging? Früher ja, jetzt nicht mehr, denn dafür habe ich beispielsweise am vergangenen Sonntag oder bis spät Abends hinein gearbeitet! Das Beste daran, das ist sogar nachlesbar...Für die Statistikfans unter uns, die Zahlenreihen und Diagramme toll finden, gibt es das alles dann auch Schwarz auf Weiss, exportiert in die unterschiedlichsten Dateiformate! Grandios. 

Zum Jahresabschluss passierten dann erstaunliche Dinge. Zum einen, bekam ich eine Wertgefühl für die wirklich effektiv eingesetzte produktive Stunde und meine bereits insgesamt geleisteten Stunden. Damit meine ich eben nicht, die verbrauchte Zeit, in irgendwelchen sozialen Netzwerken rumzudaddeln, um das hinterher als „Arbeitszeit“ zu verkaufen. Sondern die tatsächlich stringent an einem Prozess oder Projekt kontinuierlich gearbeiteten Stunden. Hatte ich also mein mir gesetztes „Wohlfühl“- Stundenpensum bereits erfüllt, fiel die Entscheidung, mal früher Schluss zu machen oder die Sonne und die frische Luft zu geniessen, deutlich leichter.

Fazit:

Die App funktioniert für das schmale Geld einwandfrei und wertet die wichtigsten Fakten wie Feiertage, Krankheit und Urlaube aus.

Insgesamt bedeutete das für 2014 in meinem konkreten Fall, dass ich effektive Jahresarbeitszeitstunden wie in einem normalen „Angestellten-Verhältnis“ hatte. Dies kam und kommt meiner persönlichen Lebensplanung und Entscheidung, mich selbständig zu machen, sehr entgegen. Die Zeiterfassungsapp wirft auch aus, wieviel Krankheits- und Urlaubstage ich denn nun hatte. 

Mit diesen erfassten IST-Werten lässt sich dann eine weitere interessante Berechnung durchführen, die am Ende zum exakten Wert des eigenen Stundensatzes führt. Dazu braucht es neben den Gesamtkosten inklusive Personal und Unternehmerlohn eben auch die geleisteten IST-Stunden. Wie das funktioniert, erkläre ich gezielt im nächsten Blog.

 

Gründerfreundliche Grüße


Stephan Knecht

 

 

Die App gibt es u.a. im iTunes Store:

 

https://itunes.apple.com/de/app/ubertime-arbeitszeiterfassung/id373687582?mt=8

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