Flllet40 – Stephan Knecht
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Handelswissen: Der Diderot- Effekt

Konsumforschung

Der Diderot-Effekt ist ein Begriff aus der Konsumforschung und wird heute im Onlinemarketing und in Sozialen Netzwerken sowie im Onlinemarketing gezielt angewandt.

Den Begriff Diderot-Effekt prägte zunächst der amerikanische Sozialwissenschaftler und Konsumforscher Grant McCracken in seinem Buch Culture and Consumption 1988.

In einem Aufsatz von 1772 schrieb Diderot unter anderem:

„Mein alter Hausrock und der ganze Plunder,

mit dem ich mich eingerichtet hatte –

wie gut passte eins zum anderen!“ 

Er beschreibt aber auch, wie Menschen, nachdem sie einen Gegenstand nun gekauft haben, in den Zwang geraten können, weitere Käufe zu tätigen, um dann ein passendes Gesamtbild neu zu schaffen. Er gab damit auch eine Warnung ab an „alle die mehr Geschmack, als Geld haben!“

 Diderot Effekt

Die Aufwertung eines Details, z. B. eines Kleidungsstücks führt zu einer Unzufriedenheit mit einem oder mehreren anderen Gegenständen und kann somit eine Kauf bzw. Konsum-Kettenreaktion auslösen. Beispiel: Jemand kauft einen neuen Sessel, der farblich nicht zu den vorhandenen Möbeln in seiner Wohnung passt. Dadurch gerät er in den psychologischen Zwang, auch die vorhandenen restlichen Gegenstände zu ersetzen. Jetzt passt aber der Teppich nicht mehr ins Gesamtbild und auch der muss nun ersetzt werden und so weiter… 

Der Diderot Effekt

Der beschriebene Effekt wird heute in der Werbepsychologie angewandt und insbesondere im Onlinehandel findet sich dieser Effekt, wenn ganze Stimmungsbilder bei Einrichtungen oder Styles bei Textilien gezeigt werden. Vom Schuh, über die Hose, den Gürtel, Oberteile und Schals, alles muss stimmen und wird dem Kunden dargestellt…wir kennen alle den Spruch…:

“Kunden die das gekauft haben, …!“ 

 

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